Es gibt verschiedene Arten, wie sich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie äußern können. Nicht alle sind gleich häufig. Die Medikamente zielen auf Zellen ab, die sich schnell teilen. Dadurch werden neben bösartigen Zellen auch gesunde Zellen abgetötet. Die Entwicklung neuer Blutgefäße, Haare, Haut und Schleimhäute wird beeinträchtigt.

Die Nebenwirkungen äußern sich bei jedem Patienten anders. Es gibt viele Faktoren, darunter der Zustand des Patienten, das verabreichte Medikament und die Art der Chemotherapie. Die Nebenwirkungen sind nicht immer dauerhaft. Häufig können unterstützende Methoden sie lindern.
Häufige Nebenwirkungen und ihre Folgen
Nebenwirkung | Beschreibung |
---|---|
Infektionsanfälligkeit | Geschwächtes Immunsystem erhöht Krankheitsrisiko |
Haarausfall | Haarwurzeln werden durch Chemotherapie geschädigt |
Müdigkeit (Fatigue) | Erhöhte Erschöpfung durch Zellschäden |
Übelkeit und Erbrechen | Reaktion des Körpers auf Chemotherapie-Medikamente |
Schleimhautentzündungen | Mund, Rachen oder Magen-Darm-Trakt können betroffen sein |
Blutarmut (Anämie) | Verringerte Produktion roter Blutkörperchen |
Hautveränderungen | Trockene, gerötete oder empfindliche Hautreaktionen |
Fruchtbarkeitsprobleme | Hormonelle Veränderungen, die Fortpflanzung beeinflussen |
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft
Wie können wir die Auswirkungen von Nebenwirkungen verringern?
- Haarausfall mit einer Kühlhaube behandeln
Es gibt Fälle, in denen eine Chemotherapie nicht zu Haarausfall führt. In diesem Fall kann eine Kühlhaube hilfreich sein. Die Haarwurzeln erhalten weniger Chemotherapie-Medikamente, da sich die Blutgefäße aufgrund der Kälte verengen. Der Preis für die Behandlung liegt bei etwa 100 € pro Anwendung. Die Kosten werden möglicherweise nicht von allen Krankenkassen übernommen.
2. Zytotherapie-bedingte Ernährungsbedürfnisse
Viele Menschen leiden unter Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Durchfall. Es kann hilfreich sein, einen angepassten Ernährungsplan zu erstellen. Empfehlenswert sind nährstoffreiche und leicht verdauliche Mahlzeiten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und häufige, kleine Mahlzeiten sind für Patienten unerlässlich.
3. Infektionsprävention
Eine Schwächung des Immunsystems ist die Folge. Patienten sollten große Menschenansammlungen meiden. Eine Möglichkeit, um nicht krank zu werden, ist häufiges Händewaschen. Auch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf können dem Körper gut tun.
4. Umgang mit Müdigkeit
Eine typische Nebenwirkung ist Müdigkeit. Regelmäßiges Training kann hilfreich sein. Gehen Sie spazieren oder machen Sie leichte Gymnastik, um neue Energie zu tanken. Ausreichend Schlaf und Entspannung sind ebenfalls wichtig.
Langzeitfolgen der Chemotherapie
Es gibt bestimmte Nebenwirkungen, die erst viel später auftreten. Zu den häufigsten Langzeitfolgen gehören:
- Neuropathie, eine Schädigung der Nerven, die zu Kribbeln oder Gefühllosigkeit in den Extremitäten führt.
- Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und das Hormonhaushalt durch hormonelle Veränderungen
- Erhöhte Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck
- Gedächtnisprobleme (Chemo-Gehirn): Konzentrationsschwierigkeiten oder das Vergessen von Dingen
Die beste Möglichkeit, langfristige Schäden frühzeitig zu erkennen, besteht darin, sich häufig untersuchen zu lassen. Es ist wichtig, dass Patienten ihrem Behandlungsteam jegliche Veränderungen mitteilen.
Tipps zur Minimierung von Nebenwirkungen
- Gründliche Informationen vor der Behandlung: Der Arzt informiert ausführlich über mögliche Gefahren.
- Die Überwachung der Blutzellen zur Kontrolle von Infektionen erfolgt durch regelmäßige Blutuntersuchungen.
- Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Entgiftungsprozess des Körpers.
- Training mit geringer Intensität: Verbessert den Stoffwechsel und verringert die Müdigkeit.
- Stress kann durch Entspannungsmethoden wie Meditation oder Atemübungen gelindert werden.
Umgang mit Nebenwirkungen
Bei Personen können durch eine Chemotherapie zahlreiche Nebenwirkungen auftreten. Unterstützende Maßnahmen, ärztliche Überwachung und ausreichende Planung sind hilfreich. Es ist wichtig, dass sich Patienten selbst über Behandlungsalternativen informieren und eng mit ihren medizinischen Betreuern zusammenarbeiten.